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20.05.2008

Wachstumsstrategie: Automobilhersteller in China setzen auf Produkte des Schuler Konzerns

Zwei neue vollautomatisierte Pressenlinien des Schuler Konzerns sollen in Zukunft noch höhere Produktivität in der Automobilherstellung gewährleisten. Die FAW-Volkswagen Automotive Company in China, die von First Automotive Works, Volkswagen und Audi gemeinsam betrieben wird, hat bei dem Pressenhersteller Schuler zwei große mechanische Pressenlinien und zwei hydraulische Einarbeitungspressen bestellt. Die Herstellung der neuen Anlagen läuft in diesen Tagen in Erfurt, Weingarten und Shanghai  an. Im Herbst 2008 werden diese Anlagen passgenau in eine Halle integriert, in der bereits seit 2006 zwei mit Speedbar-Technik automatisierte Pressenlinien der Schuler-Tochter Müller Weingarten erfolgreich im Einsatz sind.

Speedbar-Technologie erhöht Ausbringung

Die zwei neuen Pressenlinien, bestehend aus jeweils sechs mechanischen Pressen mit einer Gesamtpresskraft von 8.100 Tonnen, sind mit Speedbar-Automation ausgerüstet, die eine maximale Ausbringungsleistung von bis zu 13 großflächigen Karosserieteilen pro Minute ermöglicht. Die Speedbar-Transfertechnologie wurde speziell für Hochleistungs-Pressenlinien entwickelt. Aufgrund ihrer Bauweise und Funktionalität ermöglichen die Speedbar-Module kleinere Pressenabstände. Der Teiletransport erfolgt direkt von Presse zu Presse, wobei ein Transfermodul sowohl zur Teileentnahme als auch zur Teileübergabe an die nächste Presse eingesetzt wird. Notwendige Lageveränderungen werden direkt am Saugerbalken ausgeführt. Die Speedbar-Module werden zudem zur Platinenzuführung und Fertigteilentnahme genutzt.

Schnelles Umrüsten durch moderne Technik

Joachim Beyer, Vorstand Forming Systems Großpressen/Automotive der Schuler AG: „Die beiden Pressenlinien können in weniger als acht Minuten flexibel für verschiedene Bauteile umgerüstet werden. Dadurch werden deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen möglich. Auch bei dem vorgeschalteten Platinenlader-Konzept kommt moderne Technik zum Tragen, die ein Zentrieren durch visuelle Teilelage-Erkennung ermöglicht. Durch die optische Zentrierstation können die Bediener die Anlage schnell für andere Bauteile umprogrammieren und umrüsten.“
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